Es ist Spätsommer. Alles kommt und geht. Die Natur kündigt langsam den nahenden den Herbst an. Zugvogelschwärme begegnen einem unterwegs. Die ersten Bäume zeigen eine leichte Gelbverfärbung, der Mais ist reif. Es geht also wieder der dunkleren Jahreszeit entgegen.
Dieses so real anmutende Spiel der Gegensätze ist definitiv ein Konstrukt unseres EGO’s, dem es durchweg leicht fällt, Muster zu identifizieren und dadurch die Lebensumwelt zu ordnen und Strategien zu entwickeln, wie diese Welt in Zukunft – im Sinne des eigenen Überlebens und des Überlebens der zum Feld / zur Familie gehörenden Personen zu handhaben oder zu begehen ist.
Damit all dies reibungslos und stimmig vonstatten gehen kann, bedarf es eines tiefen Urvertrauens. Ansonsten identifiziert das EGO in der ganzen Welt (als Extremfall) Gefahr. Es versucht dann diese gesamte “Welt” unter Kontrolle zu bekommen, bindet unsere Aufmerksamkeit nahezu rund um die Uhr an sich.
Dadurch dass dieses polarisierte Erkenntnissystem NICHT den lebendigen Gesetzen der Welt entspricht UND dadurch dass das EGO permanent entsprechend im eigenen Sinne gefilterte Daten aus unserer Umwelt in die Wissensspeicher lenkt, entstehen zahlreiche Folgeprobleme…..
Wer meint, er könne diese Struktur mit ein paar Globuli auflösen, der irrt. Wer kennt nicht den Leidensweg der Patienten, die immer und immer wieder in die Praxis kommen. Es geht ihnen immer nur temporär besser. Inwieweit nun Globuli oder Placeboeffekte oder beides… eine Rolle spielen, werden wir derzeit schwer bestimmen können. Die Kybernetik der zweiten Ordnung zeigt uns ja auf, dass alle beteiligten Komponenten mit einer zwischen ihnen kreisenden Eigendynamik verbunden sind. Und all diese Konzepte sind Ausgeburten des EGO’s.
Die transformative Kraft des EGO’s kann man historisch wiederum (mit den Mitteln des EGO’s) gut verfolgen: Worte wie ALLEIN oder in Englischen ALONE bedeuteten ja ursprünglich EINS mit dem ALL oder eben ONE with ALL. Was einst verbunden war, gilt heute als getrennt. Worte wie das indische Wort DEV(A) sind ebenfalls zu zwei Polen weiterentwickelt worden: DIVINE (=gottbezogen) und DEVIl (=Teufel) sind zwei extreme Varianten der einen Wurzel. Aus dem Mantra OM wurde im Abendlang A-MEN. Das lateinische Adjektiv “ALTUS” bedeutete sowohl “hoch” als auch “tief”.
Fazit: Über die Jahr(hundert)e zerlegt das EGO Ganzheiten in Zweiheiten, die ganze Verbindung zerbricht dabei, aus dieser Analysearbeit entstehen immer und immer mehr Formen von Detailwissen. Atome werden gespalten, Krankheitssymptome werden immer zahlreicher. Russische nicht-lineare Systeme kommen zu solch erstaunlichen Ergebnissen, dass beispielsweise die Lebermitochondrien im Leberaortabereich “Schulnote 5″ haben…. Dass dem Patienten nicht mehr klar ist, was dieser Befund mit seinen empfundenen Kreislaufstörungen zu tun hat, dürfte uns klar sein.
Schon früh wurden historisch die Folgeprobleme dieser EGO-Struktur deutlich: Das I GING fußt auf dem YIN/YANG und zeigt, dass es begrifflich nicht mehr möglich ist, das DAO zu erschließen oder gar zu benennen. Es zeigt einen Weg: Den Weg, das ganze Universum und alles, was dazu gehört, als IM FLUSS BEFINDLICHES SPIEL DER GEGENSÄTZE zu verstehen. Es zeigt auch, dass ALLE DIMENSIONEN, die das EGO identifiziert, TEILASPEKTE DES GANZEN sind.
Die Crux ist nun, dass vor allem EGO-Systeme, die im Sinne des eigenen Machterhaltes gearbeitet haben, anfingen, Bewertungen zuzuordnen: Das GANZE wurde polar bewertet in beispielsweise GUT und BÖSE. Dadurch wurde historisch eine Seite der Polarität betont und überbetont: Die Katastrophe nahm ihren Lauf.
Kurze Beispiele:
Christen sind GUT, Muslime sind BÖSE.
Das Heimische ist VERTRAUT, das Entfernte ist FREMD.
Heimisches ist GUT, FREMDES ist BÖSE.
Keusch sein ist GUT, SEXUALITÄT ist BÖSE.
Leben als Phänomen verläuft linear planbar.
Es verläuft nicht etwa nicht-linear, fraktal, chaotisch.
Die Verzweigungen und Ideologien sind immer und immer perfekter geworden:
Das eigene GELD (=Energie) wird durch die Zinspolitk mehr und mehr, während woanders – irgendwo in der Fremde – die Energie immer weniger wird. Und damit ICH nichts vermeintlich unnötig in das System, in dem ich aus freien Stücken lebe, zurück geben muss, transferiere ich dieses Geld (=Energie) ins Ausland, wo wiederum auf gleiche Weise mit diesem GELD weitergewirtschaftet wird.
Es würde kein einziger Computer funktionieren, wenn die NULL oder die EINS, die beiden Ausformungen des BINÄREN CODES irgendwie bewertet würden. Sie sind zwei Ausformungen des Prinzips, das GANZE durch eine ZWEIHEIT zu beschreiben. Und es geht recht gut, denn vielen EGO-Fehlern sind wir computertechnisch auf die Spur gekommen.
Das EGO ist also nicht schlecht an sich. Es ist eine sinnvolle Art, die Welt zu strukturieren. Die verschiedenen Ergebnisse sind sinnvoll zu kombinieren und führen wieder zu einer Perspektive der Ganzheit. Das geschah zuerst in der Welt der Quantenphysik zu Zeiten Bohrs und Heisenbergs. So fand die Moderne auch wieder Parallelen zu historischen Philosophien im Osten.
So kamen ganz neue Einsichten auf, die anscheinend gerade erst im Westen entdeckt worden waren und in den traditionellen Kulturen durchweg seit Jahrtausenden bekannt gewesen sind und immer wieder neu erfühlt worden sind.
SuperTuning-Medizin steht genau an diesem Punkt und verbindet NEUES und ALTES, führt mit modernstem Gerät und tradionellen Methoden (Klang, Rhythmus) aus der Vielfalt zum GANZEN zurück.
Die tieferen Steine auf dem Weg sind zuweilen die Versuche des EGO’s SuperTuning-Ergebnisse und Befunden im klassischen Sinne mittels Gut-Schlecht-Zuordnungen zu bewerten und solche Muster wiederum auf den Patienten anzuwenden. Diese Strategie ist natürlich sub-optimal. Es ist gar nicht so einfach, aus diesen lang antrainierten Mustern heraus zu kommen. Dazu braucht es Anleitung, Begleitung – in einem ersten Schritt für die lernenden Therapeutinnen und Therapeuten und in einem zweiten Schritt für die Patientinnen und Patienten.
Es entstehen in der SuperTuning-Medical-Ausbildung starke Impulse zum Entwickeln neuer ALL-VERBUNDENHEIT, neuen UR-VERTRAUENS, neuem MIT-GEFÜHLS (nicht etwa MIT-LEIDS). Es wird eine Impulskette aktiviert, die bei optimalem Verlauf sukzessive das gesamte Leben in eine heilere Richtung programmiert, an dessen vorläufigem Prozessende Worte wie ALLEIN wieder als das verstanden werden, was sie bedeuten: EINS mit ALLEM zu sein.
Ich grüße Sie aus dem
heute frisch regengewaschenen Hagen!
Ihr
Christian Appelt
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